Mit der Bezeichnung „verbotene Stadt“ assoziiert man sofort den kaiserlichen Palast in Peking, nicht das Militärgelände von Wünsdorf in der brandenburgischen Provinz. Und doch gibt es Parallelen,


Christian Borcherts (1942-2000) unermüdliches Schaffen als Fotograf und Bildarchivar in der DDR changiert zwischen Staatsnähe und freiberuflichem Einzelgängertum. Er war eine unauffällige, freundliche Berühmtheit, die in keinem Werk über die Fotografie in der DDR fehlt.


Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch direkt vor der Haustür liegt? Das hat sich – frei nach Goethe – Heinrich Pieroth gesagt. Und es ist aus heutiger Sicht schon ein bemerkenswertes Phänomen, wenn man ein derart ausgeprägtes Gespür für den Exotismus der Nähe entwickelt,


Vor vier Jahren erschien ein Fotobuch, das die Bamberger Symphoniker in einem neuen Licht zeigte. Der Kollege war begeistert, ich war es auch und kaufte mir den schönen Band. Nun ist eine Art Fortsetzung erschienen,


Zwei Fotos durch eine dünne schwarze Linie voneinander getrennt: Eine Gruppe von Menschen in leichter Untersicht. Im Zentrum schaut eine junge Frau direkt in die Kamera, die anderen hierhin und dorthin, skeptisch, zurückhaltend, fragend. Schweigen liegt über der Szene.


In der letzten Zeit war viel von Grenzen die Rede – Grenzen, die man nicht (mehr) sieht, die man nicht spürt, die aber dennoch geschlossen wurden oder die bestimmte Politiker gerne schließen würden.


„Ich habe viele Masken gesehen, wann wird mir ein menschliches Antlitz begegnen“, schrieb Francisco de Goya (1746-1828) unter eines seiner berühmten Caprichos. In dem achtzig Blätter umfassenden Zyklus geißelte der spanische Maler Ende des 18. Jahrhunderts, an der Schwelle zur Moderne, menschliche Laster und Ausschweifungen. Von Goyas schonungsloser Gesellschaftskritik lässt sich eine direkte Linie zu Lois Hechenblaikners Serie Ischgl ziehen.


Fridays for Future hat uns deutlich gezeigt, das wir die Welt nur geliehen haben und sie nicht verschleißen dürfen – ein „Weiter so“ darf es nicht geben. Andrea Baumgartl (* 1965)


Das Vergangene und das Vergehende: Totenschädel und Sanduhr sind seit Jahrhunderten in der Kunst Symbole dafür, dass der Mensch keine Gewalt über das Leben hat, auch wenn er nach Sicherheit, Kontrolle und Macht strebt.


Volker Döhne (* 1953) ist, was seine Karriere als Fotograf angeht, Spätstarter. Immerhin gehörte er 1976 zu den ersten Studenten von Bernd Becher,


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