Vor etwa 20 Jahren begann mit der Herausgabe einiger Bücher über Fotobücher ein Boom, der bis heute anhält: Fotobücher sind präsenter denn je.


Beim ersten Durchblättern könnte man meinen, dass Simone Kappeler hier den Bildausschuss ihrer Amerikareise 1981 versammelt hat. Unscharfe, teils überbelichtete, teils unterbelichtete, jedenfalls sehr oft sehr banale Alltagsmotive: Leute ohne Kopf, Füße oder ohne beides.


Darf man das Grauen des Zweiten Weltkriegs ästhetisieren? Als vor einigen Jahren die Trümmerbücher von Herbert List (Memento 1945, 1995) oder Chargesheimer (Schöne Ruinen, 1994) herauskamen,


Thomas Kläber (* 1955) ist einem größeren Publikum vor allem durch seine beiden Bände Landleben (1993) und Landleben 2 (1997) bekannt geworden.


Aenne Biermann (1898-1933) gehört zu den wenigen Fotografinnen des „Neuen Sehens“, die schon zu Lebzeiten bekannt waren und die nicht erst noch zu entdecken wären.


Rudi Thoemmes ist in der Fotobuchszene als Antiquar und Buchhändler in Bristol kein Unbekannter. Seit fünf Jahren ist er auch als Verleger aktiv und fördert dabei insbesondere britische oder über Großbritannien arbeitende Fotografen.


Zwei Neuerscheinungen sind dem komplizierten Sujet Landschaft gewidmet: Wege ins Land von Christian Borchert (1942-2000) und Hinterland von Hans-Christian Schink (* 1961).


Fotobücher, die wirklich originell gestaltet sind und visuelle Überraschungen bieten, gibt es nicht so viele. Bücher also, bei denen die Anordnung von Fotos und Texten eine in sich stimmige konzeptionelle Einheit auf höchstem Niveau bildet. So ein Buch ist Mit vier Augen – Das Fotoatelier Luzzi und Michael Wolgensinger.


Das Buch ist klein, und das gefällt schon mal sehr, denn dicke, grosse Bücher, die nur auf dem Tisch liegend betrachtet werden können, beeinträchtigtigen den Genuss.


Göran Gnaudschun (* 1971) hat das Können und hatte das Glück, um 2017 als Stipendiat in der Villa Massimo für einige Zeit in Rom zu arbeiten. Als Ergebnis dieses Aufenthaltes


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