Am Anfang und am Ende stehen Speichergehäuse. Zunächst der große, kreisrunde Kuppel-Lesesaal der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin, aufgenommen 1934. Am Ende der 275 Fotografien umfassenden Bildstrecke


Brutalismus! Schon die Bezeichnung wirkt wie ein Schlag in die Magengrube. BRU-TAL-IS-MUS. Gemeint ist eigentlich und ganz nüchtern der Roh- oder Sichtbeton. Die Franzosen nennen ihn „béton brut“ und mancher mag an die wilde „Art brut“ des Jean Dubuffet denken.


Die Verlagsankündigung machte neugierig: Ein Fotobuch zu Angeboten im Darknet, dem Teil des Internets, der nicht von den normalen Suchmaschinen durchforstet und nur mit Spezialsoftware aufgesucht werden kann. Wie könnte man das in ein Buch umsetzen?


In Aarhus zur diesjährigen Photobook Week hatte ich die Gelegenheit, die jüngste Auswahl des Kasseler Fotobuch-Dummy-Wettbewerbs zu sehen. Ich hatte den Eindruck, dass es bei vielen dieser Entwürfe vor allem darum ging, aufzufallen.


„Heimat“ scheint heute aktueller denn je zu sein. Kaum ein Politiker-Statement kommt derzeit ohne den Verweis auf die bedrohte, zu schützende oder wertvolle „Heimat“ aus.


Der Name des Fotografen Karl Spieß dürfte selbst in Fachkreisen unbekannt sein. Vielleicht ändert sich das jetzt ein wenig, denn es ist ein Bildband zu Werk und Leben des Atelierbesitzers aus Hartha (Sachsen) erschienen.


Schon der Einstieg in dieses Fotobuch überzeugt: auf dem Cover ein Touristenfernglas mit wolkenverhangenem Blick ins Tal, innen folgt dann sogleich ein unscharf wiedergegebener, offenbar Uniformierter, der ein Bajonett mit Schweizer Fahne in Richtung der Kamera hält – typisch Schweiz. 


Die „Vertreter der Gattung Haus“ – so der Titel von Andrea Helblings nüchterner fotografischer Bestandsaufnahme von Gebäuden und Straßenzügen in Zürich – nehmen wir entweder gar nicht mehr wahr oder sie stoßen uns gleich vor den Kopf. Das passiert nicht nur in Zürich, sondern auch in Kassel, Hamburg, Berlin oder Magdeburg.


Dieser dicke Katalog zur japanischen Fotobuchgeschichte wartet zunächst mit reichlich Bildmaterial auf – laut Verlag mit 3500 Abbildungen.


Peter Piller meldet sich mit einem neuen Werk aus seinem Archiv zurück. Einerseits bediente er sich dafür seiner bewährten Methode, aus irgendwo gefundenen Alltagsbildern mittels einer sorgfältig abgewogenen Dekontextualisierung


Nach oben scrollen