Was unter der Schicht des offensichtlich Wahrnehmbaren verborgen liegt, ist das Lebensthema des österreichischen Filmemachers Ulrich Seidel. In seinen Filmen, irgendwo angesiedelt zwischen Dokumentar- und Spielfilm, spielen Menschen mit speziellen Obsessionen, seelischen Deformationen, Ängsten, Träumen und Zwanghaftigkeiten die Hauptrollen.


Es ist der dritte Titel, den der Hirmer-Verlag seit 2013 im Jahresturnus Ulrich Mack (Jg. 1934) widmet. Nach Kennedy in Berlin, Stille-Weite-Ferne-Nähe (zur Landschaftsfotografie) folgt nun Mack. Reporter. Alle Bände hat Hans-Michael Koetzle herausgegeben und wie immer fundiert eingeleitet.


„Dieselgate“ ist zu einem Schlagwort für die Dreistigkeit von Ingenieuren von Volkswagen geworden, ein technisches Problem elegant, aber illegal zu lösen. Betrug am Kunden, Frevel an der Umwelt. Für das Image eine Katastrophe!


Das erste Buch von Thom und Beth Atkinson fällt sofort durch die rätselhafte Prägung des Leineneinbands auf. Zusammen mit dem Titel Missing Buildings stellt sich die Assoziation von Luftbildern von Bombenkratern ein,


Hühner sind zum Essen da. Sie werden in Massen gehalten, in Fabriken massenhaft zerlegt und täglich millionenfach verspeist. Männliche Küken werden lebendig geschreddert.


Das Buch besteht aus Fotos, wie sie tausendfach in private Fotoalben eingeklebt oder in Schuhkartons gesammelt zu finden sind.


Nie, hatte ich gedacht, würde ich mir ein Buch eines der Herren Struffsky kaufen, und nun habe ich nach nur kurzem Zögern zugeschlagen: ein gerade ’mal postkartengrosses Werk, knapp 200 Seiten dick mit ca. 120 farbigen Abbildungen.


Dass es in der Sowjetunion in den zwanziger und dreißiger Jahren eine außerordentlich reiche avantgardistische Fotobuchkultur gegeben haben muss, war nicht zuletzt durch die Fotobuch-Bücher zu erahnen, in denen immer wieder einzelne sowjetische Fotobücher vorkamen.


Kein Fotobuch soll heute vorgestellt werden, sondern das Standardwerk über Buchumschläge Berliner Verlage aus einer der für Fotobücher fruchtbarsten Zeit, den zwanziger Jahren.


Die zweite Ausgabe von LFritz aus Köln stellt die Frage, ob bei der riesigen Bilderflut heute überhaupt noch fotografiert werden muss oder ob man sich nicht besser vorgefundener Konvolute und Archive bedienen sollte.


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