Dass die DDR ein kleingeistiger Scheißstaat war, wird in diesen vier schmalen Heften im Schuber aufs schönste deutlich: Mehr braucht es kaum, um den Beweis zu führen. 


Als Eberhard Püscher 1994 starb, endete fast ein halbes Jahrhundert Chronistentätigkeit in Alfeld (Leine). 1947 von Richard Püscher gegründet und nach dessen Tod 1960 von seinem Sohn weitergeführt war der gewerbliche Fotografenbetrieb aus der Kleinstadt nicht wegzudenken: Hochzeiten, Heimatfeste, Schulklassen, Porträts, Seifenkistenrennen, Bundeswehr und und und.


„Irreguläre Tage“ waren für Michael Schades Vater solche, an denen Westfernsehen geschaut wurde. Schade (1964-2004) wuchs in Cottbus auf und studierte zur Zeit der Wende Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig;


Ein einzelnes Unfallbild mag ein spektakuläres Motiv ergeben. Bei hunderten Unfallbildern greift das Gesetz der Serie, was ganz andere Assoziationen hervorruft.


Ein Dichter fotografiert und macht aus einem Jahrzehnt des Fotografierens ein Buch. Er schreibt also hierfür nicht selbst, sondern nutzt die Fotografie und damit einen anderen Dialekt für das, war er sagen möchte. Aus einzelnen Aufnahmen entstand ein Fotobuch, das zeigt, dass der Autor schon in der DDR,


Wilson Hicks ist in den 1940er-Jahren eine Institution: Er leitet die Bildredaktion des Life-Magazins – und von einer Story ist er nicht so leicht zu überzeugen. 1948 taucht der Fotoreporter Gordon Parks in seinem Büro auf und schlägt ihm einen Fotoessay vor, der schlicht zu gut ist, um ihn abzulehnen.


Das Flammeninferno, in dem das Luftschiff Hindenburg am 6. Mai 1937 bei der Landung in Lakehurst unterging, beendete ebenso eine Ära der Fliegerei wie der Absturz der Concorde am 25. Juli 2000 beim Start in Paris.


Die Fotobuchszene rotiert über Facebook, Blogs und Festivals immer schneller – und der Kasseler Fotobuchblog ist, entschleunigt zwar und weiterhin ganz am Rande, immer noch mit dabei.


Dieses Jahr gibt es wieder ein Weihnachtsbuch vom Institut für Buchkunst in Leipzig.


Zwei Bücher, ein Thema: Das Elend der Zivilisation – der Massenmensch muss wohnen, der Massenmensch muss essen. Also wohnt der Massenmensch in Massensiedlungen und isst massenhaft in gigantischen Monokulturen angebautes Gemüse


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