Eine Suite ist eine Verkettung oder Abfolge, in der Musik bedeutet das laut Duden eine „aus einer Folge von in sich geschlossenen, nur lose verbundenen Sätzen (oft Tänzen) bestehende Komposition“. Der Fotograf und Buchgestalter Kai-Olaf Hesse hat sich am Beispiel von Dresden, einem Prinzipalstück des Barock, an einer solchen Suite versucht.


Dieses umwerfende Buch ist nicht nur ein Baustein zu einer Geschichte privater Archive, sondern vor allem Dokument einer Obsession, die ihresgleichen sucht. Da hat einer eine Frau bis zur Besessenheit geliebt und alles von ihr gesammelt, dessen er habhaft werden konnte.


Robert Häusser, der am 5. August 2013 im Alter von 88 Jahren starb, zählt zu den wenigen international anerkannten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit, die eine unverwechselbare Handschrift bei langer Kontinuität des Schaffens entwickelten.


Amoralisch, zynisch, ekelhaft: Philip-Lorca diCorcia flog einiges um die Ohren, als er seine Serie Hustlers 1993 im Museum of Modern Art präsentierte. Der Grund für die Empörung?


Das 6. Kasseler Fotobuchfestival ist vorbei. Die ungewöhnliche Konzeption sah in diesem Jahr eine enge Fokussierung auf einen einzigen Fotografen und seinen Fotobuchkosmos vor: Daido Moriyama.


Sagt ein leeres Bürogebäude etwas über Charakter und Rang der vormals von hier aus agierenden Firma aus? Diese Frage stellt sich bei Betrachtung der vierbändigen Serie, die Andreas Gehrke über die nach Umzug oder Insolvenz frei gewordenen, aber von einem Nachfolger noch nicht wieder in Benutzung genommenen Firmensitze aus.


In den letzten Monaten fielen drei Fotobücher auf, die auf unterschiedlicher Weise das Thema des Archivs behandeln: als Einblicke in schier unglaubliche Aktenlabyrinthe (Dayanita Singh), als Hort von Material zur Veränderung von Kulturlandschaften (Schlieren/St. Moritz) und als Resultat der Beschäftigung mit einem umfangreichen Fotografennachlass aus der DDR (Reinhard Mende).


Was für ein Buch! Außen ist eine Straße zu sehen, die in Richtung Sonnenuntergang führt und von vielen Telegrafenmasten begleitet ist. Das starke Teleobjektiv lässt die Masten als Wald und die Sonne als riesige Scheibe erscheinen.


Albanien ist weit weg. Es gibt dort karstige Berge in eindrucksvollen Panoramen, also schöne Landschaften. Und überall kleine Bunker, ehemals gedacht zur Landesverteidigung, heute vielfältig genutzt oder pittoresk verfallen. Und Fußball spielt man dort auch. Die Menschen sind arm und viele von ihnen sind ausgewandert. Was außer Vorurteilen verbindet sich mit dem lange Zeit in kommunistischer Abgeschiedenheit existierenden Land?


Um 1990 war Dietrich Oltmanns viel mit der Kamera in den Schrebergärten Leipzigs unterwegs.


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