Vor 25 Jahre explodierte das Atomkraftwerk in Tschernobyl und noch immer erscheinen Bücher darüber.


Wer nie die DDR, resp. Berlin, besucht hatte, für den konnten die ersten Jahre nach der Wende von 1989 eine Zeitreise sein. Es roch nach Zweitaktern und Braunkohle. Die vorherrschende Farbe war grau.


Bei Licht betrachtet sehen manche Dinge tatsächlich schöner aus. Entweder, weil man sie glasklar erkennt oder weil erst das Licht ihre eigentliche Schönheit entwickelt. Glassplitter zum Beispiel funkeln dann wie Diamanten.


Beim ersten Durchblättern denkt man: Schon wieder eins von diesen ostalgischen Fotobüchern mit frustriert oder angesichts des Fotografen irritiert dreinblickenden Leuten, mit zerbröselnden Trottoirs und Fassaden, mit Hinterhofgerümpel und Käuferschlangen vor HO-Läden.


Manchmal reicht ein Augenblick, um ein ganzes Leben zu verändern. Bei Stanley Greene passierte es an einem Tag im Jahr 1993. Sein Job als Modefotograf: öde, oberflächlich, längst passé.


Der Fotograf Arwed Messmer und die Schriftstellerin Annett Gröschner haben sich seit einigen Jahren als Spezialisten für die Aufarbeitung von historischen Bildbeständen einen Namen gemacht. Zuletzt beschäftigten sie sich mit einem Konvolut von Fotos der Berliner Mauer, aufgenommen von DDR-Grenzsoldaten, also mit Blickrichtung von Ost nach West.


Andreas Gefeller schaut nach oben. Er legt den Kopf in den Nacken und richtet seinen Blick auf das, was direkt über ihm ist: Liniengewirr. Kabelnester und laubfreie Äste, die sich vor dem weißen Himmel grafisch abzeichnen. Oder vor dem schwarzen Himmel, je nachdem zu welcher Tageszeit.


Kleine Führung über Le Corbusiers Baustellen gewünscht? Mit Lucien Hervés Kontaktabzügen, die eigentlich gar keine sind, gelingt das ganz leicht.


„Eros und Stasi“ ist ja mal ein putziger Titel für ein Ausstellungsprojekt und den Katalog dazu. Da sitzt eine junge Frau im Negligé und bemalt sich, an einem Küchentisch sitzend und in einen Handspiegel schauend, die Lippen. Dahinter blickt der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker indifferent von der Mustertapete, an die man sein millionenfach reproduziertes Konterfei gepinnt hat.


Josef Koudelka ist mit seinem 1975 erschienenen Buch Gitanes/Gypsies weltberühmt geworden. Selbstverständlich ist dieser mehrfach nachgedruckte Meilenstein essayistischer, humanistischer Fotografie im Kanon der wichtigsten Fotobücher enthalten… und trotzdem gibt es das Buch jetzt ganz neu.


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