Andreas Gefeller schaut nach oben. Er legt den Kopf in den Nacken und richtet seinen Blick auf das, was direkt über ihm ist: Liniengewirr. Kabelnester und laubfreie Äste, die sich vor dem weißen Himmel grafisch abzeichnen. Oder vor dem schwarzen Himmel, je nachdem zu welcher Tageszeit.


Kleine Führung über Le Corbusiers Baustellen gewünscht? Mit Lucien Hervés Kontaktabzügen, die eigentlich gar keine sind, gelingt das ganz leicht.


„Eros und Stasi“ ist ja mal ein putziger Titel für ein Ausstellungsprojekt und den Katalog dazu. Da sitzt eine junge Frau im Negligé und bemalt sich, an einem Küchentisch sitzend und in einen Handspiegel schauend, die Lippen. Dahinter blickt der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker indifferent von der Mustertapete, an die man sein millionenfach reproduziertes Konterfei gepinnt hat.


Josef Koudelka ist mit seinem 1975 erschienenen Buch Gitanes/Gypsies weltberühmt geworden. Selbstverständlich ist dieser mehrfach nachgedruckte Meilenstein essayistischer, humanistischer Fotografie im Kanon der wichtigsten Fotobücher enthalten… und trotzdem gibt es das Buch jetzt ganz neu.


Mit dem Sommer ist es ja nie so, wie es sein sollte: zu heiß, zu viel Regen, zu schwül, zu kalt, zu windig. Niemandem kann man es recht machen. Da kommt das Buch „Life in Blue“ von Evžen Sobek genau richtig.


Berlin glich nach dem Zweiten Weltkrieg nicht anders als andere deutsche Städte einem Trümmerfeld. Im Gegensatz zu Köln oder Dresden gab es aber ausgerechnet über die größte Stadt Deutschlands bislang kaum ein Fotobuch, dass diesen Zustand so veranschaulichte, dass es im kollektiven Gedächtnis als besonders eindrucksvoll gespeichert blieb.


Bei den Fotobuchverlagen hat sie längst einen festen Platz: die reportagehafte und dokumentarische Fotografie, die das Elend der ganzen Welt bezeugt. Wer kann und will dies alles noch sehen? Hat sich angesichts des Leids nicht längst eine stille Resignation eingestellt? Ist der Wunsch nach poetischeren und sinnlicheren Sujets nicht berechtigt?


Für die Ästhetik kommunistischer Baukunst scheint sich neuerdings auch die Fotografie zu interessieren. Fast könnte man das meinen, erschienen doch gleich zwei Fotobücher zur Architektur des Ostblocks, Bücher die unterschiedlicher kaum sein könnten und die zeigen, wie man Fotografie so oder so einsetzen kann. Beide Bücher sind als Kataloge zu Ausstellungen in Karlsruhe (Chaubin) bzw. Hannover und Hamburg (Bezjak) erschienen.


Guantánamo – wann immer wir dieses Wort hören, wirft unser Bildgedächtnis eine prägende Erinnerung aus: Männer in orangefarbenen Overalls, gefesselt an Händen und Füßen, kniend in riesigen Drahtkäfigen, bewacht von US-Soldaten mit schussbereiter Waffe in der Hand. Gefährlich, so lautet der Subtext dieser Bilder, sehr gefährlich sind diese Männer – Hardcore-Terroristen, Bin-Laden-Jünger. Heute weiß man:


„Der holländische Fotograf Bas Princen (*1975 in Zeeland) gehört zu einer Generation von Fotografen, die auf ganz eigenwillige Weise Bezug auf die sogenannten New Topographics nehmen.


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