Jörg Boström (Jg. 1936) hat die kleine Einführung in seine Arbeit mit einem Karl-Marx-Zitat garniert, das sein künstlerisches Selbstverständnis als Fotograf umreißt:


Dieses Buch offenbart zunächst gar nichts von seinem Inhalt. Die Pappdeckel des Einbands sind mit weißem Leinen bezogen und vom Künstler eigenhändig mit dem Titel bestempelt worden: Amerika.


Das Buch „Fotografische Leidenschaften“ wurde mir von einem Freund angetragen mit dem Hinweis, er könne nicht sonderlich viel damit anfangen, und in der Tat ist der Titel zunächst verwirrend: Fotografische Leidenschaften?


Der Winter naht und die Älteren werden sich noch an die Zeiten erinnern, als eine weiße Decke Wiesen, Felder, Straßen, Häuser einhüllte. Man nannte das Deckmaterial Schnee. 


Es war nur eine Frage der Zeit, bis Candida Höfer mit ihrem Konzept, dreidimensionale Innenräume in zweidimensionale Bildflächen umzuformen und diese dann in Büchern zu präsentieren, Weimar erreichen würde.


Die Klammer, die Bertram Kobers fotografisches Werk umschließt, ist das Ausloten von Glanz und Elend menschlicher Kulturleistungen.


Andreas Gursky ist der Superstar der fotografierenden Künstler Deutschlands, wer möchte das bezweifeln. Ist es Selbstironie oder Statusdenken, dass sein neuestes Buch mit einem goldenen Einband ausgestattet wurde?


Auf diesen Schwarzweiß-Porträts lacht kaum einer, und wenn mal jemand lächelt, wirkt das ein wenig gequält.


Parallel zur documenta 12 erschien dieser Band über das grandiose Kasseler Gartenreich.


Rosselini, De Sica oder Visconti sind Namen, die man mit dem neorealistischen Kino Italiens in Verbindung bringt. Dass es diese Strömung auch in der Fotografie gab, wird in einem opulent bebilderten Bildband dokumentiert, der eine Ausstellung im Fotomuseum Winterthur begleitete. 


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