Allgemein

Zwischen Freizügigkeit und Freiheitsberaubung

„Eros und Stasi“ ist ja mal ein putziger Titel für ein Ausstellungsprojekt und den Katalog dazu. Da sitzt eine junge Frau im Negligé und bemalt sich, an einem Küchentisch sitzend und in einen Handspiegel schauend, die Lippen. Dahinter blickt der Staatsratsvorsitzende Erich Honecker indifferent von der Mustertapete, an die man sein millionenfach reproduziertes Konterfei gepinnt

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Berlin in Trümmern

Berlin glich nach dem Zweiten Weltkrieg nicht anders als andere deutsche Städte einem Trümmerfeld. Im Gegensatz zu Köln oder Dresden gab es aber ausgerechnet über die größte Stadt Deutschlands bislang kaum ein Fotobuch, dass diesen Zustand so veranschaulichte, dass es im kollektiven Gedächtnis als besonders eindrucksvoll gespeichert blieb.

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Das dreckige Geschäft

Bei den Fotobuchverlagen hat sie längst einen festen Platz: die reportagehafte und dokumentarische Fotografie, die das Elend der ganzen Welt bezeugt. Wer kann und will dies alles noch sehen? Hat sich angesichts des Leids nicht längst eine stille Resignation eingestellt? Ist der Wunsch nach poetischeren und sinnlicheren Sujets nicht berechtigt?

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Nicht nur wie vom anderen Stern

Für die Ästhetik kommunistischer Baukunst scheint sich neuerdings auch die Fotografie zu interessieren. Fast könnte man das meinen, erschienen doch gleich zwei Fotobücher zur Architektur des Ostblocks, Bücher die unterschiedlicher kaum sein könnten und die zeigen, wie man Fotografie so oder so einsetzen kann. Beide Bücher sind als Kataloge zu Ausstellungen in Karlsruhe (Chaubin) bzw.

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Guantánamo geht, die Erinnerung bleibt

Guantánamo – wann immer wir dieses Wort hören, wirft unser Bildgedächtnis eine prägende Erinnerung aus: Männer in orangefarbenen Overalls, gefesselt an Händen und Füßen, kniend in riesigen Drahtkäfigen, bewacht von US-Soldaten mit schussbereiter Waffe in der Hand. Gefährlich, so lautet der Subtext dieser Bilder, sehr gefährlich sind diese Männer – Hardcore-Terroristen, Bin-Laden-Jünger. Heute weiß man:

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